Cobra Drivers' Fairplay

Cobra-Drivers‘ Fairplay des Cobra Onwers’ Club Switzerland.

Für Ausfahrten und Veranstaltungen des Cobra Owners‘ Club Switzerland gibt es ein paar ungeschriebene Grundregeln und Tipps, deren Einhaltung für die Mitglieder selbstverständlich ist. Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Regeln beinhaltet unser Cobra-Drivers‘ Fairplay, eine Art Club- Kodex, den wir allen (besonders auch den neuen) Mitgliedern ans Herz legen. Die darin beschriebenen Tipps sind keine sturen Vorschriften. Sie appellieren an die Eigenverantwortung und den gesunden Menschenverstand unserer Club-Mitglieder. Sie sollen vor allem das Miteinander auf der Strasse fördern und zu einer erhöhten Verkehrssicherheit beitragen, so dass wir bei unseren Anlässen und Ausflügen auch in Zukunft pannen- und unfallfrei über die Runden kommen.

Tipp 1: „Ich komme ausgeruht an die Veranstaltungen.“

Übernächtigte sind weniger bei der Sache und unkonzentrierter. Nur eine kleine Unaufmerksamkeit und sie werden zur Gefahr für die anderen Teilnehmer. Bei längeren Anfahrtswegen ist eine Anreise am Vorabend mit Hotel-Übernachtung empfehlenswert.
Relax!

Tipp 2: „An Ausfahrten trinke ich nicht.“

Eine allgemeine und altbekannte Regel heisst: „Wer fährt, trinkt nicht!“. Alkohol und zügiges Fahren vertragen sich nicht. Das Gläschen in Ehren, will niemand verwehren – aber trinke es lieber am Abend, nach Erreichen des Etappen- oder Ausflugsziels.

Tipp 3: „Ich lasse mich nicht bedrängen.“

85% aller Autofahrer überschätzen sich! Fahre nur so schnell, wie du dich selber noch sicher fühlst. Wer sich bedrängen lässt, geht für sich und alle anderen unbewusste Risiken ein. Provozierende und dumme Sprüche (im Stil von „Na, bist du wieder mal auf der Bremse gesessen ?“, „Gib mal Gas, du Lahmarsch!“, „Schattenparkierer!“ o.ä.) sind nicht angebracht.

Tipp 4: „Ich überhole nicht innerhalb einer Gruppe.“

Überholen in der Gruppe ist nicht gentleman-like, sorgt für Unruhe und macht keinen Sinn. Demonstrationen von Können und Fahrleistung gehören an Fahr- und Antischleuderkurse oder auf abgesperrte Rennstrecken. An Ausfahrten gibt es meistens genug Möglichkeiten für (geplante und überlegte) Überholmanöver.

Tipp 5: „An Ausfahrten überlege ich mir, wo ich in der Gruppe fahren will.“

Überlege dir deiner Tagesform entsprechend, ob du am Kopf oder am Schluss einer Gruppe fahren willst. Bist du in Fahrlaune, suche deinen Platz eher im hinteren Teil des Feldes, bist du mal etwas weniger „fahrsüchtig“ oder fühlst du dich unsicher, fahre möglichst direkt hinter dem führenden Fahrzeug (aufgrund des „Handorgel-Effekts“ müssen die letzten in einer Gruppe immer am schnellsten fahren).

Tipp 6: „Ich halte nur dort, wo alle Platz finden um kurz anzuhalten oder zu parkieren.“

Wenn du im Konvoi an der Spitze fährst, halte nur dort an, wo der Rest der Gruppe auch problemlos Platz findet. Die nachfolgenden Fahrer schliessen präzis zum Vordermann auf, damit sich alle Fahrzeuge einreihen können.

Tipp 7: „Ich fahre nicht davon.“

Drossle das Tempo vor wichtigen Abzweigungen und Kreuzungen, damit die hinteren Fahrzeuge wieder aufschliessen können und den Anschluss nicht verlieren. Ein regelmässiger Blick in den Rückspiegel zeigt dir, ob dein Hintermann noch in Sichtweite ist. Wenn nicht, Tempo verlangsamen und anhalten.

Tipp 8: „Ich gebe klare Zeichen.“

Gib klare Zeichen und vergiss den Blinker nicht zurückzustellen. Hier ein paar Vorschläge für die wichtigsten Situationen auf einer Ausfahrt:

- Tanken/kein Benzin mehr: Faust in die Höhe strecken
- Zwischenhalt einlegen: Trinkbewegung (mit der Hand an den Mund)
- Comfort-Stop (Toiletten-Halt): Offene Hand in die Höhe strecken
- Cobristis‘-Gruss: Zeige- und Mittelfinger (wie die Giftzähne einer Schlange) auf und abbewegen

Tipp 9: „Ich schaue immer, dass ich mit vollgetankter Cobra anreise.“

Tanke deine Cobra vor (!) der Ausfahrt. Nichts Unangenehmeres für einen Organisator, wenn die Hälfte der Teilnehmer plötzlich irgendwo in der „Pampa“ eine Tankstelle aufsuchen muss (meistens eine kleine Dorf-Tankstelle, die gleich leergetankt wird), während die restlichen auf der Strasse warten müssen und dadurch andere Verkehrsteilnehmer behindern oder sogar gefährden. Empfehlenswert ist auch das Mitführen eines kleinen Reservekanisters (5 - 10 l haben schon manchem geholfen, und wenn nicht dir, so bestimmt einem Club-Kollegen).

Tipp 10: „Ich bin stolzes Mitglied des COC und kleide mich entsprechend.“

Gib dich als Club-Mitglied zu erkennen und trage an gemeinsamen Anlässen als Zeichen deiner Identifikation die Club-Bekleidung. Und, last but not least, noch eine Handvoll bewährter Tipps aus der Praxis:

- Auch tagsüber mit Abblendlicht fahren - sehen und gesehen werden.
- Im Zweifelsfall auf ein riskantes Überholmanöver verzichten (nicht „letzte Rille“).
- Verkehrssituationen gedanklich vorwegnehmen und „pessimistischen Fahrstil“ pflegen (in unklaren Situationen immer damit rechnen, dass der andere einen Fehler macht, z.B. rechts blinkt und links abbiegt!).
- Besonders auch bei feuchten, schlechten, engen und unübersichtlichen Strassen sowie ab September (nasses Laub!) ist erhöhte Vorsicht geboten.
- Regelmässig einen Blick in den Rückspiegel werfen, um das Verkehrsgeschehen im Überblick zu behalten.

Auf weiterhin unfall- und pannenfreie Ausfahrten!

Cobra Owners‘ Club Switzerland. Der Präsident.

 

© 2002/04 by Marc Ziegler. Abdruck mit Genehmigung des Cobra Owners’ Club Switzerland.